Stolz auf mich

Eben etwas getan, das ich immer schon mal tun wollte: Während des seeehr langen Druckauftrags und nach Beheben eines Kopierstaus lachte mich die leere Wand zwischen Kaffeeküche und Druckerraum an. Und im Großraumbüro war auch keiner, hier ist ja corona- und heute auch hitzebedingt fast keiner da.

Jetzt weiß ich, dass ich noch einen Handstand gegen die Wand hinbekomme. Es war mehr Schwung nötig als gedacht, aber dann ging es ohne Probleme.

Voll kindlicher Begeisterung dem Chefchef erzählt. Der würdigte mein Erfolgserlebnis jedoch leider nicht, sonder verwies darauf, dass eine Kollegin in Essen einmal mit einer solchen Aktion ein Bild von der Wand geholt hat, und dass ich deswegen doch wissen müsste, dass dies verboten sei. Zum Glück stellte sich heraus, dass dies vor meinem Einstand, d.h. vor mehr als 12,5 Jahren war.

Mein Einwand, dass ich mir extra ohnehin eine Wand ohne Bilder ausgesucht hätte, zählte leider nicht. Alle irre hier.

Fazit eines schönen Wochenendes

Ca. 262.400 Infizierte (kumuliert), ca. 233.400 Genesene, ca. 9.360 Tote (kumuliert).

Herrlichstes Wetter gehabt. Und nachdem es anfangs alles recht piano war, hatten wir zum Schluss einen wunderwunderschönen Ausritt.

Die Mädels waren auch begeistert. Obwohl LF am Freitag gleich vom Pferd gepurzelt ist. Aber zum Glück gleich wieder aufgestiegen ist. Glaube ich alles zumindest, ich habe sie beide nämlich fast nicht gesehen. LM bekam am Samstag ob all der neuen Eindrücke einen Heulanfall, der es gut zusammenfasst: „Mama, wo warst Du, ich hab Euch gesucht! (…) Warum habt Ihr Dein Pferd ohne mich weggestellt? (…) warum fahren wir morgen schon? Wir könnten doch bis Montag bleiben? (…) Und überhaupt, warum haben wir kein eigenes Pferd?“

Es sind übrigens alle schon am Sonntag gefahren, nicht nur wir. Und auch wenn es schön war: wir haben keins, weil es teuer ist und viel zu viel Arbeit macht.

Aber schön wär es schon.

Ein Berg Arbeit kurz vor sonnigem Wochenende

Ca. 258.200 Infizierte (kumuliert), ca. 230.300 Genesene, ca. 9.340 Tote (kumuliert).

Heute früh kam ich nicht gut zu Hause fort – auf meinem Handy kam eine Meldung an, dass sich jemand versucht habe, in meinem Google-Account einzuloggen. Zuerst dachte ich, das könne mir ja egal sein, aber dann dachte ich mir, könne es ja aufgrund meines Handies durchaus Relevanz haben. Also änderte ich mein Passwort – und bekam 20 Minuten danach die Meldung, dass sich jemand versucht habe, bei mir einzuloggen – aber gescheitert sei. Skurrilerweise kam ich selber mit meinem Handy dann aber nicht mehr in mein Account, und begann mir Sorgen zu machen. Später stellte sich heraus – man kann Flöhe und Läuse haben. Vermutlich gab es wirklich unregelmäßige Aktivitäten, die ich hoffentlich durch einen Passwortwechsel beseitigt habe. So oder so war ein Login von meinem Handy aus nicht möglich – nur vom Laptop. Na, Hauptsache, es läuft wieder.

Auf der Arbeit dann ein verspäteter Start gegen halb zehn, dafür aber produktives Schaffen bis um viertel vor sieben. Alles mit ausnehmend guter Laune bei mir – ich muss die anderen Kollegen schön genervt haben. Aber diese Aussicht auf ein Wochenende mit dem Reitverein mit Ausritten in netter Gesellschaft und das ganze bei bestem Wetter ab MORGEN NACHMITTAG war einfach zu schön! Und das ganze in Paarung mit dem erfolgreichen Auffindung einer superschönen, BEZAHLBAREN Ferienwohnung in Zeeland für die Woche um Pfingsten nächstes Jahr für ein langes Wochenende mit unseren Ockenheimer Freunden, die auf eine Woche verlängern…. Einfach perfekt!

Der Abend war dafür wenig spektakulär: spät heimkommen, Restepizza, Kinder ins Bett bringen (und LM dabei trösten, die nach gestern Sorge hat, sie werde morgen auf dem Reiterhof all das bei der Theoriestunde gestern gelernte vergessen haben…), Wäsche waschen, nach Rücksprache mit den Freunden eine Buchungsanfrage bei der Ferienwohnung stellen. Jetzt Bett: Vorschlafen….

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Ca. 256.400 Infizierte (kumuliert), ca. 228.800 Genesene, ca. 9.340 Tote (kumuliert).

Heute hat irgendwie alles gewuppt. Und für ein wenig Arbeit (viel muss es am coronabedingt narrenfreien Mittwoch ja nicht sein, das kann ich ja zum Glück herausarbeiten) war auch noch Zeit. Zwischen viertel nach acht und viertel vor zwölf war ich produktiv im Kellerbüro, mit Ausnahme der kurzen Unterbrechung, in der ich die Schornsteinfegerin hinein liess. Nike leistete mir freundliche, unaufgeregte Gesellschaft und bespasste auch die Schornsteinfegerin.

Dann schnell Stullenschmieren und auf zur Kita – LM war leider jedoch noch nicht mit Mittagessen fertig, so dass ich kurz warten musste. So kamen wir etwas zu spät im Schwimmbad an und landeten in der Warteschlange. Halbwegs pünktlich landete sie dann aber dennoch in ihrem Schwimmkurs, und ich guckte erst zu und schwamm dann meinen Kilometer. Klappte schon viel besser als letzte Woche!

Nach Schwimmkursende ließen wir uns an der Düse noch den Rücken durchwalken, rutschten vier Mal und gingen dann ins Solebecken. Bei letzterem merkte man jedoch, dass Pandemie ist – wir mussten erst kurz warten, da da draußen bereits 19 Mann im Wasser waren. LM war wie immer ausnehmend gut gelaunt. Ich glaube, sie ist nicht nur eine enorme Wasserratte, sondern ihr tut diese alleinige quality time echt gut. Auf dem Rückweg wurde ich liebevoll mut Weintrauben versorgt (musste nur „Liebe LM, könnte ich bitte eine Weintraube bekommen?“ sagen).

Da wir beide Hunger und noch Zeit hatten, gönnten wir uns bei der schnieken Currywurstbude um die Ecke eine Pommes mit Trüffelmayo. Die mochte die sonst sehr mayoverliebte LM überraschenderweise nicht!

Wir kamen genau passend an der Schule an und sammelten LF ein. Zu Hause dann fix Hausaufgaben zu Ende erledigen (LM durfte derweil am Rechner spielen). LF nimmt gerade Kinderrechte durch und muss Texte zu den einzelnen Artikeln zusammenfassen. So brachte ich dem Kind heute mal bei, was eine Subsumtion ist. Ich nahm das Wort aber nicht in den Mund!

Dann nochmal fix zum Reitstall – Theorieunterricht Putzen, als Vorbereitung für unser Reitwochenende. Während die Mädels putzten, ging ich Getränke und Süsskram kaufen.

Danach das übliche Mittwochsprogramm: Wäsche verräumen, aufräumen, Stullen, und dann jetzt Bett… so gechillt wie heute wäre es aber in nicht-Pandemiezeiten nicht gewesen!

Arbeit und draußen Reiten

Ca. 254.900 Infizierte (kumuliert), ca. 227.400 Genesene, ca. 9.340 Tote (kumuliert).

Wenig spektakuläres: Arbeit bis 17:30, unterbrochen von abgeholtem Kantinenessen (die ist ja immer noch für die Nahrungsaufnahme selbst geschlossen und nur für die eigentliche Nahrungsmittelversorgung geöffnet) und aufgewärmten Kantinenessen abends – die Portion war einfach riesig! Wobei, eine Aufregung gab es noch: eine kleine Babykatze gegenüber unseres Gebäudes, die aufgeregt maunzend hinter ein paar Fahrrädern saß und nicht wusste, wohin bei all den Autos und LKWs auf dem Werksgelände. Füttern ist ja keine Option, da verboten. Und so sprach ich nur mit ihr und klärte mit einer Kollegin mit dem Werksschutz ab, wer zu kontaktieren sei, wenn sie morgen immer noch da wäre.

Von der Arbeit dann weiter zum Reiten, das heute draußen stattfand. Pina schmiss ein paar Mal die Kiste im Galopp, das kann aber auch gut daran gelegen haben, dass ich heute ein bisschen viel vor dem Rechner gesessen habe und von gestern immer noch Rückenschmerzen hatte. Ansonsten war es – anstrengend! Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass der Sandplatz draußen weicher ist oder das Wetter wieder wärmer wurde (es war ganz schrecklich schwül), aber ich kam total ins Schwitzen und war nachher total platt.

Uns so verzieh ich mich jetzt mal ins Bett…

Aua.

Ca. 253.500 Infizierte (kumuliert), ca. 225.700 Genesene, ca. 9.330 Tote (kumuliert).

Home Office. Kurz gearbeitet, aber produktiv gewesen. Mittags zum Camping OutdoorSportReitGeschäft: Reithandschuhe für LM, Putzbürsten und eine Führstrick gekauft fürs Wochenende. Und eine reduzierte Reithose für mich.

Wieder zu Hause die Gartenschere geschnappt und im Vorgarten Rhododendren und den Kirschlorbeer gestutzt. In Rekordzeit eine Blase bekommen (wieso vergesse ich eigentlich immer die Handschuhe?), aber auch 1,5 Biotonnen befüllt.

Als LF kam, mit ihr ein wenig geschwatzt und dann ein Diktat zum Thema i oder ie geschrieben. Könnte schlimmer, aber auch besser sein. Gesaugt und um das Katzenklo gekümmert.

LM abgeholt und Brot gekauft. Einen Monsterheulanfall von LM ausgehalten, die gleichzeitig wütend und todtraurig war, dass die mitgebrachten Reithandschuhe schwarz mit lila und nicht schwarz mit rot waren. Man steckt echt nicht drin… Na, war vielleicht ein bisschen viel – die ursprünglich bestellten waren ja pink, aber eben leider auch kaputt geliefert worden. Vielleicht hätte ich sie beiseite nehmen und sie ihr mit einer Erklärung geben sollen, statt sie so herumliegen zu lassen, dass sie sie findet…

C. kam auf einen Kaffee (juhu, eine Pause!) und Restkuchen vorbei und brachte Sohn L. zum Spielen, musste dann aber auch schon weiter. LM hatte zunächst einen weiterhin doofen Nachmittag als 5. Rad am Wagen ubd spielte mit Bügelperlen. Irgendwann rauften sich aber die drei zusammen und spielten und ich pflanzte 23 Ilex crenata. Zum Schluss kam LM zu mir und half begeistert mit. Da hatte sie wohl wieder vergessen, dass sie das heute überhaupt nicht hatte tun wollen. Was ein Glück, das Kind noch so froh in der Erde pulen zu sehen!

Danach tat mein Rücken weh. Brot, Badewanne – und jetzt bin ich immer noch platt…

Maislabyrinth, Stoffmarkt und Wraps

Ca. 251.700 Infizierte (kumuliert), ca. 224.200 Genesene, ca. 9.330 Tote (kumuliert).

Die Kinder waren beim Sonntagsfrühstück etwas reserviert, als wir von unseren Ausflugsplänen berichteten – da haben wir zuletzt wohl einen zu langen Spaziergang gemacht… Das Ziel heute begeisterte sie jedoch: und so juckelten wir zur Mittagszeit nach Schermbeck ins Maislabyrinth. Wir fanden alle 5 versteckten Tierbilder, aßen Kuchen bzw. Waffeln, die Kinder tobten noch etwas auf dem Spielplatz, und dann spielten wir noch etwas Versteckenfangen im Maisfeld. Schön war es.

Weiter zum Stoffmarkt in Marl! Dahin werde ich nächstes Mal alleine fahren – dann spare ich mir Diskussionen über Pferdestoffe in häsdlichen Farben… aber immerhin schafften wir es, mit drei Stiffen für je ein Kleid für mich und die zwei Mädels heimzukommen.

Zu Hause: nochmal Kaffee und Kuchen, die Maus, Wraps zum Abendessen, ein Kapitel Ronja vorlesen, Logo, und dann guckten U und ich den Tatort.

4 Erwachsene, 5 Kinder

Ca. 250.900 Infizierte (kumuliert), ca. 223.60 Genesene, ca. 9.330 Tote (kumuliert).

Uiuiui, spät war es gestern. Da sind U und ich doch glatt über Rotwein, einer Folge „Elven“, der „heute-show“ und „aspekte“ (ja, wir haben kein Netflix, weil wir eigentlich nicht mehr viel fernsehen) versackt und dann war da so eine Schnapsidee geboren, dass jetzt doch vielleicht im Herbst der ideale Zeitpunkt wäre, unsere Hochzeitsreise nachzuholen. Nach Venedig. Weil wir da immer schon hin wollten, nie waren, und wir auf Menschenmassen keine Lust haben. Weil es da jetzt gerade leer sein soll. Wenn ich doch sowieso fast im Oktober dienstlich nach München gemusst hätte, und da auch zumindest für eine Richtung den Flieger genommen hätte. Aber ob das jetzt so schlau ist? Rein infrastrukturell wäre es gerade wohl möglich, für ein Wochenende in die Lagunenstadt hinzufahren. Da kommt man ja glatt ans Überlegen, auch wenn wir das ganze Jahr nirgendwo waren außer zu Hause. Aber mögliche Risiken abschätzen? Ist schwierig. Ein kleines Luftschloss, an dem wir heute Nacht gebaut haben. Keine Ahnung, ob es real wird.

Wie dem auch sei, irgendwann waren nicht nur die Mädels, sondern auch wir wach. U fuhr die Mädels zum Voltigieren und ich verschwand in die Küche – indisch angehauchte Kichererbsen zubereiten (und ich bin mir immer noch sicher, dass LF sie begeistern gegessen und sich dabei totge“kichert“ hat!) und Mohnkuchen backen. Aus Zeitmangel keinen Sport machen. Eine kleine Mittagspause machen, da mir die späte Nacht in den Knochen steckte. Wieder aufstehen und duschen.

Die Mädels einsacken und ein bisschen altes Kinderspielzeug von uns zusammensuchen und zur einer Arbeitskollegin fahren. U blieb zu Hause und war froh, werkeln zu können. Auf dem Weg dahin einen weiteren Kollegen einsacken. Angekommen erst einmal viel Kaffee trinken und gar leckeren Marillenstreuselkuchen mit Rosmarin in den Streuseln essen. Meinen Mohnkuchen auch ganz gut finden. Irgendwann kam die Kollegin aus Singapur nebst zwei Kleinkindern (3 Monate und 1 Jahr 5 Monate) dazu und wir waren 4 Erwachsene und 5 Kinder. Schön war es. Abstand klappte gut, nur bei den kleinen Kindern nicht so. Und als G. auf dem Klo war, war es auch unvermeidlich, ihre Kleinste auf den Arm zu nehmen, um sie zu beruhigen. Als Dank spuckte sie mir aufs Oberteil.

Der Kollege, den ich am Donnerstag zum Sektbeauftragten ernannt hatte, brachte sogar Champagner mit. Den habe ich ja auch sehr, sehr lange nicht mehr getrunken. Lecker war er – und als ich mir dazu eine Erdbeere schnappte, die auch gereicht wurden, dachte ich an „Pretty Woman“. Wirklich eine tolle Kombi…

Als wir zurück waren, tat LM einen tollen Ausspruch: „Mama, die G hatte ja heute zwei Kinder dabei. Die sind ja noch mächtig klein. Die ist immer so ruhig. Wie macht die das?“. Abgesehen davon, dass ich das auch gern wüsste, hab ich mich gleich ein bisschen geschämt, weil ich, das hat LM mit ihren 5 Jahren schon gut erkannt, nienienie so ruhig wäre. Aber immerhin redet sie mit mir drüber. Scheint also nicht total traumatisiert zu sein. Oder es ist eine milde Form von Stockholm-Syndrom.

Abends zurück dann noch ein bisschen Couching, Katzekraulen, Suppe wegfrieren. Und noch eine Folge „Elven“. Heute Nacht aber mehr Schlaf!!

Ach ja: Frau Brüllen fragt an jedem 5. des Monats: WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag? Alle Hintergründe und die weiteren Teilnehmer finden sich hier): #WMDEDGT?

Milde Katzenaufregung

Ca. 248.800 Infizierte (kumuliert), ca. 221.300 Genesene, ca. 9.320 Tote (kumuliert).

Kein spektakulärer Tag: viel auf der Arbeit gewesen und einiges erledigt bekommen, aber auch einfach mal mit den Kollegen ausgetauscht – wir sehen uns ja alle derzeit recht selten. Viel geregnet hat es, und prompt kratzt es in meinem Hals. Menno! Abends ein Paket ausgepackt und einiges nützliches für das Reitwochenende in 10 Tagen ausgepackt. Nicht so schön war danach, festzustellen, dass sich wohl in dem Hausschuh, in den ich barfuß schlüpfte, ein… Krümel, ein…. Dorn, eine… lebendige WESPE!!! befand. Damit bin ich das zweite Mal in meinem Leben in den Fuss gestochen worden. Ich glaube, als ich 2 war, war es auch der rechte!

Ansonsten wurde heute früh die Katze vermisst: U hatte, nachdem er das Altpapier herausgebracht hatte, die Tür offenstehen lassen. Und die Katze war nirgends auffindbar. Schlussendlich fand er sie eingekuschelt und illegalerweise in LFs Bett. Klar, dann hätte ich auf das Rufen meines Namens auch nicht reagiert…

Heute abend war es dann vergleichsweise unspektakulärer: Nike war noch einmal draussen und war von acht bis kurz vor zehn nochmal auf Schlür, ohne, dass wir sie irgendwo entdecken konnten. Nach dem dritten Rufen wollte ich aufgeben und ins Bett gehen (irgendwann wird sie ja einmal die erste Nacht draußen bleiben), und da saß sie vor der Tür – kam zufrieden hinein, warf sich auf die Fluesen, und ließ sich erst den Bauch kraulen und dann füttern. Vermutlich müssen wir jetzt beginnen, ihr langsam mehr zuzutrauen. Aber sie war doch gerade noch so ein kuschliges Wollknäuel!

Frühherbst im Garten

Ca. 247.300 Infizierte (kumuliert), ca. 219.900 Genesene, ca. 9.320 Tote (kumuliert).

Gestern keine Lust gehabt – da hab ich miserabelst geschlafen: U hat nachts im Schlafzimmer ein Sägewerk aufgemacht und mich um 1:22 und um 2:40 geweckt, und beim zweiten Mal konnte ich nicht mehr wieder einschlafen und bin entnervt auf die Couch umgezogen. Mit hochgelagerten Beinen, so lang ist die Couch ja nicht. Grad, als ich wieder eindösen wollte, fühlte ich mich irgendwie beobachtet, wunderte mich, und verstand, als die Katze mit einem fetten Plumps auf mir landete. Dass sie sich dann auf mir zusammenrollte, war an sich ganz schön – aber dass sie sich um Halbstundentakt wenden musste, war dann irgendwann auch nervig. Um 4:30 wanderte ich zurück ins Bett und schlief nochmal ein -auch wenn ich träumte, ich könne nicht schlafen: das hab ich in so Situationen ganz gern und werde dann besonders schlecht gelaunt wach. So auch gestern.

So ungefähr war dann auch der Tag – endlich mal wieder auf die Arbeit gefahren, da aber recht müde gewesen. Irgendwann gegen Mittag ging es dann. Bis abends geschafft, dann Reiten gewesen. Da war es immerhin schön. Da U sich freiwillig nachts ins Wohnzimmer gelegt hatte, war die Nacht auf heute immerhin ruhig.

Heute war dann ganz schön: Zu Hause gearbeitet, jedoch nicht so viel. Schon um viertel nach 12 musste ich LM abholen. Erste Schwimmkursstunde seit Ewigkeiten! Das erste Mal seit Ausbruch der Pandemie im richtigen Schwimmbad, am Anfang war es nervig (Masken, Warteschlangen, seltsame Wege) – und dann war es eigentlich wie immer. Was schön war: der Fitnesstrainer, der mittwochs immer die alten Herrschaften durchs Becken scheucht, war auch heute da – und kannte mich noch. Und LM war ihr Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht zu kriegen, sie war in ihrem Element. Von ihrem neuen Schwimmlehrer (älterer Herr, aber anscheinend sehr erfahren) bekam sie auch ein großes Lob. Da war es wohl nicht schlimm, dass wir die erste Stunde letzte Woche krankheitsbedingt verpasst hatten.

Nach der Stunde war sie unglaublich knuffig – begeistert gingen wir noch eine Runde rutschen (kurze und lange, mit Reifen und ohne) und dann nach draußen ins Solebecken. Und das Kind war andauernd am plaudern – keine Wunder, wenn es ihr gut geht, redet sie ja wie ein Wasserfall… Besonders niedlich war, als ich sie durch den Wärmeschutzvorhang nach draußen ziehen wollte: „Nein, Mama, lass mich mal überlegen. Irgendwas sagt mir, dass ich hier allein drunter her tauchen muss.“

Auf dem Rückweg stoppten wir noch kurz im Pflanzenmarkt und kauften Gründünger, Ilex crenata für den Bauerngarten und Tulpenzwiebeln. LF von der Schule abgeholt, zu Hause angekommen, und erst einmal die Hausaufgaben kontrolliert. LF musste noch ein wenig weiterarbeiten (nachdem auch sie letzte Woche krank war, war noch was liegengeblieben), dann spielten (und stritten, leider) die Mädels draußen, ich pflanzte meine Gründüngung, und schließlich setzten wir die Tulpenzwiebeln gemeinsam.

Zu Abends gab es Spaghetti mit Thunfisch-Tomaten-Sauce, danach nur noch das mittwöchliche Aufräumen und schließlich ein Kapitel Ronja Räubertochter….