Mini-Party #3

Ca. 3.578.100 Infizierte (kumuliert, +11.300), ca. 3.251.000 Genesene, ca. 85.850 Tote (kumuliert). Bei uns: ca. 220 Infizierte, 7T-Inzidenz 85.

Uff, jetzt ist mein Bedarf an Mini-Geburtstagsparties gedeckt, auch, wenn der Besuch heute eigentlich ein sehr angenehmer war. Heute früh um elf kam Kindergartenfreund M. zu Besuch. Ich durfte aber zuerst noch ein wenig im Keller frieren und tippen, denn U hatte heute Urlaub und war für die Kinderüberwachung morgens zuständig. Es klappte ganz gut – die Kinder tobten im Garten, und als die Friteuse angeworfen wurde, kam ich auch hoch und in den Garten. Wir wurden für unseren kulinarischen Beiträge (Pommes mit Ketchup, Heißwürstchen und ein Gemüseteller mit Gurke, Kohlrabi und Paprika) sehr gelobt, was ein wenig niedlich war („Das sind die besten Pommes, die ich in meinem Leben je gegessen habe!“ – nein, sie waren nicht handgeschnitzt, es kann nur an der frischen Luft und der angenehmen Gesellschaft gelegen haben) und mich sehr rührte. Nach dem Essen spielten die Kinder noch ein wenig um Garten und ich kam sogar noch ein wenig zu Hausarbeit – Wäsche zusammenlegen und verräumen und danach gleich wieder neue aufhängen.

Danach folgte das Kindergeburtstagsprogramm: Aus dem von U morgens geschnittenen Haselnussstecken Flöße bauen, die wir nach Fertigstellung am nahe gelegenen Bach (nein, gar nicht so idyllisch gelegen, wir sagen immer, er liegt am „Hundekackweg hinter dem Altenheim“) schwimmen ließen. Den Kindern ging bei Tapsen um Waten im Wasser (natürlich in Gummistiefeln, das Gewässer riecht manchmal etwas fragwürdig…) das Herz auf und entsprechend das Köpfchen aus, und irgendwann wurde es immer wilder. Aus Sorge davor, dass ich auf den letzten Metern noch ein Kind ganz im Wasser liegen hätte, verkündete ich irgendwann „noch drei Minuten, dann gehen wir zurück, ich hab den Timer gestellt!“, und diese drei Minuten wurden natürlich ausgiebigst ausgenutzt – die Flöße lagen schon ein Weilchen am Bachrand, und alle unter 18 mussten natürlich dann noch mit möglichst viel Geplatsche ins Wasser springen. Überraschenderweise fiel keiner ganz ins Wasser – aber alle hatten trotz Gummistiefeln nasse Füße. Aber das Wichtigste: Alle gingen glücklich zurück.

Zu Hause erwartete und schon M.s Mutter, wir tranken einen Kaffee im Garten und aßen den übriggebliebenen Kuchen von gestern (jetzt ist nur noch eine einsame Scheibe Zitronenkuchen da), nachdem die Kinder unter viel Gejohle wie im Hochsommer mit dem Gartenschlauch abgespritzt worden waren. Die Gummistiefel hingen derweil ausgewaschen (uff, was war da eine braune Brühe drin!) und tropfend am Zaun vor sich hin. Nachdem M. samt Mutter aufgebrochen war, wurde ich plötzlich sehr, sehr müde – sozial kann ich derzeit wohl nicht mehr so…

Eine Runde in der Badewanne richtete es zumindest etwas für mich und erfreute auch die Kinder (noch brauchen sie bereitwillig Badewasser auf). Dann das Übliche: Aufräumen, Auflauf aus Raclette-Resten (es wurde ein Kartoffelauflauf mit Kochschinken, Pilzen, Mais und frischen Möhren.

Und jetzt? Bin ich mal wieder platt.

Mini-Party #2

Ca. 3.565.700 Infizierte (kumuliert, + 17.400), ca. 3.234.000 Genesene, ca. 85.660 Tote (kumuliert). Bei uns: ca. 220 Infizierte, 7T-Inzidenz ca.93.

Ulf litt heute früh – ich war recht müde früher als er ins Bett gegangen, er hatte übertrieben uns sich noch ein Fläschchen Wein geöffnet und zwei (!!) Filme geguckt. Dabei stand doch um drei Uhr Besuch an: erst frühstückten wir gemeinsam, dann buk ich Zttronenkuchen und U stellte Stühle auf die Terrasse und wir sorgten alle gemeinsam für klar Schiff.

Als die Oma und der Ersatz-Opa (beide durchgeimpft, also völlig legal) da waren, saßen wir erst bei bestem Wetter auf der Terrasse und aßen Kuchen. LM beeindruckte mich: erst nach dem Kuchen fragte sie, für wen denn „das Geschenk da“ sei (und ließ sich nicht veräppeln). Nach dem Auspacken von etwas mehr Playmobil verschwanden die beiden Mädchen drinnen und spielten, so dass wir weiter reden konnte. Viel später als vom Wetterbericht angekündigt zog es sich zu und so konnten wir wirklich bis zum Abendessen draußen sitzen. Aufgrund des Essenwunsches „Raclette“ (zu viele Schüsseln zum Tragen und im Übrigen: NB – Raclettekäse ist Saisonware, man kann ihn hier also im Mai nicht einmal vorbestellen) und der sich zuziehenden Wolken setzte ich mich durch und wir aßen drinnen. Ich kassierte dafür Häme und Spott, aber als beim vierten Pfännchen die ersten Tropfen fielen, war die Rache mein.

Ansonsten kann ich laute Kinder in Kombi mit Gesprächen immer noch nicht. Aber ganz schön war es trotzdem.

Mini-Party #1

Ca. 3.548.300 Infizierte (+14.700, kumuliert), ca. 3.210.000 Genesene, ca. 85.380 Tote (kumuliert). Bei uns: ca. 240 Infizierte, 7T-Inzidenz 104.

Früh aufgestanden und LF auf den Weg zur Schule gebracht, dann sofort ganz früh zu arbeiten begonnen. Nach knapp zwei Stunden den Griffel fallen gelassen und mit LM etwas aufgeräumt, vorbereitet und schließlich ihre Freundin um kurz nach zehn abgeholt. Diese Freude der beiden, als sie auf ihren Rollern zu uns sausten! Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden – aber irgendwann renkte sich alles ein. LM war begeistert, ein neues Buch zu bekommen uns las begeistert die erste Seite von „Liliane Susewind“. Mittags bekamen die Kinder einen Tisch nur für sie, gedeckt wie im Restaurant, und beömmelten sich sehr darüber. Die Frikadellen von gestern, Brot und Gemüseeule kamen zum Glück gut an.

Nach dem Mittagessen spielten die Kinder draußen, während ich etwas klar Schiff machte, dann fädelten wir Fliederketten auf, was die Kinder sehr erfreute. Viel Hüpfen auf dem Trampolin, Spiel mit dem Playmobil-Schloss, aber zwischendurch auch einmal Tränen und ein Wutanfall. Da war LF zum Glück gerade frisch nach Hause gekommen und zeigte wieder einmal ihre unglaublichen mediatorischen Fähigkeiten. So schnell, wie der Wutanfall beim Gastkind gekommen war, verschwand er auch wieder – schon erstaunlich. Auf Wunsch der beiden Kinder wurden dann noch Feenstäbe gebastelt, mit Stoffresten und der Nähmaschine, sowie Haselnussstecken, letztere abgesägt mit LMs neuen Taschenmesser. Alles war wunderbar, auch das Nähen klappte prima, wenn auch Basteln mit mehr als einem Kind für mich ja fast die Liga von „Backen mit mehr als einem Kind“ erreicht…. Dann aber, nach dem Ausstopfen der Sterne mit Füllwatte und Anbinden am Haselnusstecken, plötzlich ein weiterer Wutanfall: Irgendwo schaute zu viel oder zu wenig Stoff heraus, weiß der Geier, was war. Mir schlackerten die Ohren ob Lautstärke und Vehemenz. Wir vertagten die Fertigstellung und lenkten uns ab. Und gerade, als ich die Mutter angetextet hatte, ob sie nicht zeitnah kommen könne, wir hätten da vielleicht ein Problem, war sie auch schon da – ganz unabhängig von meiner Bitte. Puh. Aber: Eigentlich ganz schön, zu sehen, dass nicht nur die eigenen Kinder abgehen können wir ein Zäpfchen…

Zum Glück konnten wir Erwachsenen auch noch einen Kaffee mit Kuchen im Garten zu uns nehmen. Danach dann: Arbeit nachholen. Und jetzt: Feierabend.

Ein Riesenkalb zu Besuch

Ca. 3.538.200 Infizierte (kumuliert, +6.250), ca. 3.189.000 Genesene, ca. 85.120 Tote (kumuliert). Bei uns: ca. 250 Infizierte, 7T-Inzidenz 95 – yippiee, unter 100!

Die Mädels hielten heute früh wirklich durch – LF hatte ja beim LM geschlafen, die heute 6 wurde. Wir hatten uns ausgebeten, dass bitte niemand vor 7 Uhr uns Eltern aus den Federn wirft – und es klappte! Die beiden kamen sogar noch kurz zum Kuscheln! Dann gingen wir herunter, zündeten die Kerze an und deckten den schon gestern positionierten Kuchen ab, während LF LM die Treppe herunterführte und sie mit zugehaltenen Augen ins Wohnzimmer brachte, natürlich unglaublich stolz, so eine gewichtige Aufgabe zu übernehmen. Dann sangen wir alle noch das während LFs Kitazeit zu uns in die Familie eingewanderte „Am Fenster heute morgen“, und dann ging es an die Geschenkeschlacht – die der einen Oma und des einen Onkels waren auch schon da. Wie erwartet freute sich LM riesig über das Playmobilschloss mit etwas Zubehör, und nachdem wir (Geburtstagsprivileg!) den gestern Abend noch gebackenen Wunschkuchen gefrühstückt hatten und LM mit der Kitagruppe, die ihr extra am Telefon ein Ständchen gesungen hatte, telefoniert hatte, verschwanden LM und LF, um das Schloss zusammenzubauen, und U und ich gingen in unsere Keller“büros“ und waren dort sogar recht produktiv. Direkt über mir wurde gewerkelt, und meistens war es harmonisch. Einmal musste ich eingreifen, da LM ganz gern auch selbst etwas zusammengebaut hätte, auf das sich „LF aber schon soooo gefreut hatte“ – daraufhin war natürlich leider die entsprechende Ansprache zum Thema „bitte überleg nochmal, wessen Geburtstag und wessen Geschenk das hier ist“ vonnöten, gefolgt von Türenknallen und Tränen des großen Kindes – zum Glück kriegte sie sich bald wieder ein.

Mittags Reste der Vortage (zumindest für uns Erwachsene, die Kinder hielten sich bis nachmittags an Kuchen), dann bastelten wir alle das Schloss gemeinsam fertig, unterbrochen von zwei kurzen Besuchen vor der Haustür – einmal kam eine Nachbarin mit dem Stargast des heutigen Tages, ihrem noch jugendlichen und damit entsprechendem rüpeligen Labrador vorbei, der uns alle vor Freude, sich mal nicht getrennt durch den Zaun am hinteren Grundstücksende zu sehen, fast umgeworfen hätte. Direkt danach kam dann eine Erzieherin aus LMs Kita, um ihr noch das Gruppengeschenk vorbei zu bringen und um ihr zu sagen, dass sich alle sehr darauf freuen, dass sie nächste Woche auch wieder kommen wird (…dann ist ja der Besuch der anderen Oma auch vorbei, und dann wird es so langsam auch wirklich mal wieder Zeit). Als alle Kurzgäste wieder fort waren, chauffierte U die Mädels zur Musikstunde und ich konnte noch etwas arbeiten.

Gemeinsames Abendessen, ein Schwatz mit dem Onkel in Amerika, dann brachte U die Kinder ins Bett und ich machte mich an die Frikadellen für den nächsten Tag. Meine Güte, was ist das viel Arbeit! Ich hab ja in meinem Leben noch keine Frikadellen gebraten und dies nur getan, weil es mir den Eindruck erweckte, dass sie a) LM UND b) dem morgigen Besuchskind schmecken und c) mit nicht allzu viel Aufwand herzustellen sind, aber zumindest c) war für eine Menge von 1,5 kg Hack (U und LM lieben Frikadellen, und so werden alle zu zwei Mahlzeiten gut satt davon UND können etwas davon mit zur Arbeit nehmen) nicht zutreffend…. Aber: Jetzt ist Feierabend. Hurra!

Fleißig

Ca. 3.530.900 Infizierte (kumuliert, +7.100), ca. 3.173.000 Genesene, ca. 84.840 Tote (kumuliert). Bei uns: ca. 290 Infizierte, 7T-Inzidenz 116.

Ein vorbeigeraster Tag – mit LF in ihrem Bett geschlafen ab irgendwann nachts, wegen… na, Angst halt. Mit ihr neben mir im Home Office gearbeitet – LF war in der Schule. Mittags Brötchen aufgebacken. 20 min. Ruhzeit im Bett erbeten (tat sehr gut). Danach draußen dann Unkrautzupfmarathon. Die Mädchen halfen sogar mit! Der Trick war – jedem ein Unkraut zuweisen – LF bekam die Ackermelde, LM Vogelmiere. Und ich habe gelernt: Gründüngung in Staudenbeeten ist irgendwie doof… Dann weiter zum Koch- und Back-Marathon: Ratatouille zubereiten, parallel den (explizit von ihr gewünschten!) Kuchen für LMs Geburtstag morgen backen. Abgesehen davon, dass ich so blöd war, den diesmal viel schöner gewordenen Glaze auf den noch nicht vollständig ausgekühlten Kuchen zu streichen (zum Glück reichte einmal kurz in den Kühlschrank stellen), bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden.

Da wird sich doch morgen wer freuen:

Wie auf dem Ferien-Reiterhof

Ca. 3.507.700 Infizierte (kumuliert. +15.700), ca. 3.143.000 Genesene, ca. 84.660 Tote (kumuliert). Bei uns: ca. 280 Infizierte, 7T-Inzidenz 104.

Angenehm müde heute – nach einer halbwegs guten Nacht (LM kam mal wieder uns uns und kuschelte sich an mich, so dass ich zwischen sich konstant rotierendem Vorschulkind und schnarchendem Mann lag, irgendwann floh ich in ihr verwaistes Bett und fand dort Frieden) war der Vormittag mit dem LF-zu-Hausaufgaben-Antreiben (wenn sie die Aufgaben vom Dienstag schon dies Wochenende erledigt, hat sie Dienstag tutto kompletti frei und darf den ganzen Tag mit LM an ihrem Geburtstag mit deren Geschenken und SOMIT DEM TOLLEN NEUEN PLAYMOBIL-SCHLOSS spielen!!) und Einkaufszettel schreiben (etwas aufwändiger für 2 Minigeburtstagsparties mit je 1 Gast und einmal Omabesuch mit Raclette). Ansonsten – etwas Aufräumen, Spülmaschine, was so anfällt… Gegen zwei machte ich mich dann fertig, heute durfte ich ja noch einmal ein Pferd am Stall bewegen.

Das Pferd, sonst eigentlich eher Typ „faul“, war heute unglaublich gut drauf. Es klappt alles, was ich wollte, und als ich nach 50 Minuten aufhörte (hey, ICH war kaputt, schließlich hatte ich sie ja schon am Vortag bewegen dürfen!), dreht sie sich zu mir um mit einem Blick, der zu sagen schien: „Wie, schon fertig? Kannst Du nicht mehr?“. Und das von der dicken April, die sonst eine eingebaute Eieruhr hat und nach 45 Minuten stehen bleiben möchte! Was ich heute auch besonders schön fand: Auch genoss sie es sichtlich, sich mit dem Striegel die Muskeln oben rechts am Mähnenkamm schubbern zu lassen und drückte, fast wie unsere Katze, ihren Hals in Richtung meiner Hand…

Danach noch ein Schwatz auf der Stallgasse mit einer Dame ähnlich höheren Alters (autsch, aber im Vergleich zu den ganzen blutjungen Reitmädels da passt es), der dazu führte, dass wir den Haflinger, dem sie ein bisschen Wellness zuteil werden ließ, in die Halle führten und ganz dreist fragen, ob wir ihn ein wenig ohne Sattel bewegen dürften – was uns gestattet wurde. Und so saß ich vermutlich das erste Mal in meinem Leben auf einem getrensten, aber ansonsten nackigen Pferd, suchte dort meinen Sitz, und traute mich dann zum Glück, nicht nur Schritt zu gehen, sondern auch zu traben. Ihre Tochter setzte sich nach mir drauf, trabte kurz an, galoppierte dann – und ich verstand, was der Altersunterschied ausmachte. Ich war ja schon im Trab fast seitlich herunter gerutscht, obwohl man mir beschieden hatte, der Haflinger sei „zu dick, als dass ich da runterrutschen könnte“… Mein Hinweis, ich würde auch beim Leichttraben die Bügel verlieren können, also sei hier das Herunterrutschen bestimmt nur eine meiner leichteren Übungen, wurde mit Verwunderung aufgenommen. Na – ich war auf mein erstes Mal ohne Sattel sehr stolz, und überhörte einfach alle „Du kannst die ruhig schneller traben….“-Ratschläge.

Ein guter Tag heute, trotz nervigem Wocheneinkauf danach – dank abendlicher Badewanne wird mein Rücken wohl auch morgen recht zufrieden sein…

Online-Shoppinglehren

Ca. 3.473.400 Infizierte (kumuliert, +21.900), ca. 3.099.000 Genesene, ca. 84.140 T0te (kumuliert).

Gestern Abend, gerade, als wir viel zu spät ins Bett gehen wollten, torkelte uns eine verschlafene LM auf dem Treppenabsatz entgegen und murmelte dabei etwas von „kann meine Angst nicht verjagen….“. Zum Glück konnte ich sie herumdrehen und wieder Richtung eigenes Bett bugsieren, bevor sie ganz wach wurde. Dort dimmte ich ihr Nachtlicht (wer stellt diesen 3D LED Mond eigentlich immer so grell?), erklärte ihr, dass sie jetzt bei gedimmten Licht viel besser schlafen könne und dass wir ihr die Tür auflassen würden. Falls etwas wäre, könne sie aber jederzeit vorbei kommen. Irgendwann des Nachts war mir auch so, als wäre ein Kind in unserem Bett aufgetaucht. Aber als mein Wecker morgens ging, stellte sich heraus, dass es LF gewesen war, die wohl mit ihrem ersten Weckerklingeln aus dem Bett gesprungen war (beneidenswert!).

Als LF aus dem Haus war, um zum heutigen Präsenzunterricht zu gehen, gemütliches Frühstück für mich mit den Arbeitsmails des heutigen Tages. Dann: Auf zur Arbeit, Dinge erledigen, zwischendurch ein Schwatz mit dem Anschluss suchenden Kollegen im Home Office. Zwischendurch mal Zeit als „eigenverantwortliches Handeln“ in der Zeiterfassung verbucht, da ich mich um LMs „Kindergeburtstag“ nächste Woche gekümmert habe. Wenn alles klappt…. wird sie begeistert ihr Playmobilschloss am Dienstag auspacken und mit diesem den ganzen Tag bis zur Flötenstunde mit LF spielen (die deswegen morgen und am Wochenende den Stoff dieses Distanztages schon einmal vorarbeiten wird), derweil arbeite ich und U kümmert sich um die Kinder, Mittwoch am späten Vormittag ist LF dann in der Schule, und erst machen LM und ich das Haus partytauglich und holen dann eine Freundin aus der Notbetreuung im Kindergarten ab, mit der sie dann spielen/basteln/Kuchen vertilgen kann (Equipment für einen mit Acrylfarben zu bemalenden Prinzessinnenschloss-Stifthalter, Kratzbildmasken, Einhorn-Webbastelsets… sind auch bestellt), Donnerstag kommt die eine Oma, und Freitag morgen kommt der andere Kitafreund zum Floßbasteln und -schwimmenlassen im nahen Bach und hoffentlich viel Getobe im Garten. Party war gestern . Geburtstagswoche ist heute 😉

Dementsprechend war ich recht spät zu Hause, aber immerhin steht die Orga jetzt. Nun muss nur meine Bestellung ankommen: Da hab ich mir vielleicht ein Ei gelegt! Ich hab bei bakerross.de bestellt und war ganz froh, dass die nun auch eine Dependance in DE haben, aber hätt ich mal die Webseite nicht nur überflogen, die mir eine Adresse in DUISBURG angezeigt hat, als ich auf der Suche nach dem Impressum war! Bei der angezeigten Adresse handelt es sich nämlich nur um eine „Post- und Rücksendeadresse“, was auch immer das bedeuten mag. Ich hab eben nochmal nachgesehen, ein „Impressum“findet sich nirgendwo. Muss ich also in die FAQs gucken, um herauszufinden, dass deren Artikel aus GB versandt werden? Eigentlich finde ich ja: Nein. Auf jeden Fall habe ich jetzt eine Sendungsverfolgungsbenachrichtigung, die immerhin schon heute um 17:34 einen Vorgang im „Fedex Cross Border Process Center“ in Basildon, GB anzeigt. Sollte das Päckchen ob der Distanz also nicht pünktlich sein, muss ich a) spätestens am Dienstag nachmittag also in den örtlichen Tedi gehen, um Alternativen auszusuchen und b) mindestens LF an dieser Lehrstunde zum Thema „Internetbestellungen und worauf man achten muss“ beteiligen.

Ansonsten: Die Kinderkleiderverkäufe laufen an, das Stück, von dem ich es vermutet hatte, ist idT als erstes weggegangen, und nun harre ich der weiteren Dinge, die so folgen mögen.

Ach ja: Zu schön, um es nicht zu zeigen – ich hab schon ein vorgezogenes Muttertagsgeschenk bekommen…. 😍

Schwindel, Fattoush und #WMDEDGT

Ca. 3.451.500 Infizierte (kumuliert, + 17.000), ca. 3.075.000 Genesene, ca. 83.900 Tote. Bei uns: ca. 290 Infizierte, 7T-Inzidenz 107.

Miserabelst geschlafen (LM kam nachts wieder wegen eines Traumes von „Dieben“, erstaunlich, diese Parallelen zu LF, auch danach wurde der Schlaf durch unsere kleinen Unruhegeist immer mal wieder gestört) und mit Schwindel wach geworden und sehr gewundert. Mei, was ist denn heute bloß los? Dazu kam Übelkeit. Kleinigkeiten am Rechner erledigt und übers Home Office gefreut. Auch der von den Kindern freundlicherweise angereichte Fencheltee half nichts. Um elf Uhr strich ich die Segel, verabschiedete mich bei der Lieblingssekretärin und unserem Zeiterfassungssystem als „krank nach Hause“ (auch skurril, wenn man eh schon zu Hause ist) und legte mich hin.

Grad als ich beim Eindösen war, kam LM vorbei mit einer wirklich, wirklich wichtigen Lego-Frage. Immerhin tapste sie nach dem brachialen Öffnen der Schlafzimmertür nur zögerlich durchs Schlafzimmer, statt wie sonst immer ihr „MA-Maaaa!“ anzustimmen. Nachdem ich sie eine Runde zappeln ließ (ich hatte doch drum gebeten, dass ich eine kleine Ausruhzeit bekam!), öffnete ich dann doch gnädig die Augen und erkundigte mich nach dem Befinden. Jetzt, wo ich dies niederschreibe, fällt mir auf, dass ich im Nachgang gar nichts mehr von dem GAU mit den beiden verkanteten Legosteinen gehört hatte, weswegen sie annahm, riiieesigen Ärger mit LF zu bekommen. Hm, interessant. Auf jeden Fall einigten wir uns darauf, dass ich mir in dem Moment ganz bestimmt keine Legosteine angucken würde, und dass ich schlafen würde. Was zum Glück auch dann vollkommen ungestört klappte. Nach einem Stündchen sah die Welt auch schon besser aus – beim Dehnen im Bett sagte der Rücken auf einmal „Knack“, und aller Schwindel war verschwunden und tauchte auch nicht wieder auf. Nach einer mittäglichen Stulle war auch die latente Übelkeit fort, und es ging auch ansonsten bergauf.

Der weitere Tag: Origami-Falten mit den Mädels, ein paar Bauch-Übungen für mich und Alba Berlin für die Kinder, ein paar Online-Erledigungen, dann Abendessensvorbereitungen und ein Ausflug nach Hawaii – die Kinder und ich guckten eine Doku über Wale. Stimmt, Tierdokus habe ich früher auch geliebt, die können wir ruhig mal häufiger gucken. Die Kinder waren mit dem Essen mäkelig – die Karottensuppe enthielt verwerflicherweise Kokosmilch, mein erstmalig zubereiteter Brotsalat Fattoush aus meinem neuen Ottolenghi-Buch war auch nicht genehm – was für ein Glück, dass wir noch die andere Hälfte des für den Salat benötigten Fladenbrotes hatten… Dann kam auch schon U und war vom Essen zum Glück mehr angetan. Und ich bin kulinarisch heute, abgesehen vom jetzigen Knobi-Pelz im Mund, sehr zufrieden.

Dann war der Tag auch schon fast vorbei – das vorletzte Kapitel Momo, Kinder ins Bett bringen, Tagesschau, ein Schwatz mit U und dann als kleines Todo, da U noch arbeiten musste, Kinderkleider online stellen – der Keller will leerer werden. Hoffen wir, dass einiges weg geht….

Frau Brüllen fragt an jedem 5. des Monats dankenswerterweise und diesmal schon zum 14. Mal in der Corona-Edition : WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag? Alle Hintergründe und die weiteren Teilnehmer finden sich hier: #WMDEDGT?   

Unrund

Ca. 3.426.000 Infizierte (kumuliert, +9.200), 3.037.000 Genesene, ca. 83.300 Tote (kumuliert). Bei uns: Ca. 340 Infizierte, 7T-Inzidenz ca. 128.

Ganz seltsamer Tag. Die positiven Momente: ich kam auf etwas mehr als die erhoffte abgeleistete Arbeit, alle waren abends satt und die Wohnung kein Chaos, und ein von Nike am Samstag geschnapptes Vogeljunges (eine Heckenbraunelle, ach, was es nicht alles gibt!) wächst und gedeiht prächtig bei unserer Nachbarin, die sich mit sowas auskennt, aber ansonsten war irgendwie der Wurm drin. Vielleicht bin ich heute auch mit dem falschen Fuß aufgestanden, aber irgendwie war es heute ganz schrecklich. LM brüllt lieber direkt nach Öffnen ihrer Kinderzimmertür „Maaa-maaa!“ (und dies natürlich auch auch mehrmals), statt mich zu suchen, und auch LF betrachtet mich lieber als ihr ausgelagertes Gehirn und ihren persönlichen Erinnerungsservice. Und wenn es MIR dann persönlich übel genommen wird, dass man als Grundschülerin Arbeit im Home Schooling zu erledigen hat, das Kindergartenkind aber nicht, dann setzt es bei mir auch aus….

Ich warte mal, vielleicht bringe ich in Kürze mal ein Zitat meines Gastvaters seinerzeit in Kanada: „Life is not fair“. Soviel Englisch verstehen ja wohl auch Grundschüler hier schon.

Eigentlich wollte ich jetzt noch etwas arbeiten, aber ich glaube, das lasse ich einfach mal sein und schlafe mich aus. Morgen ist es dann – trotz angekündigten Sturmwetters – bestimmt alles wieder besser. Wobei ich doch wirklich gern so langsam mal Frühling hätte….

Überraschend geöffnete Türen

Ca. 3.400.500 Infizierte (kumuliert, +19.000), ca. 3.009.000 Genesene, ca. 83.100 Tote (kumuliert). Bei uns: ca. 330 Infizierte, 7T-Inzidenz 117.

Am Donnerstag auf der Arbeit hatte ich ein ganz wundersames Erlebnis: Als ich Nachmittags fast allein in der gesamten Abteilung saß, klapperte etwas so, wie der in der Nähe befindliche Fahrstuhl immer klappert, wenn er kaputt ist und repariert wird. Jedoch: der Fahrstuhl funktionierte tadellos, niemand reparierte. Als ich genau hinhorchte, fiel mir auf, dass das Klappern auch weniger fahrstuhlig(seil?)-klapprig, sondern mehr türen-klapprig klang.

Also ging ich auf die Suche: In geringster Nähe wurde ich fündig – in der meinem Büro gegenüber liegenden Teeküche (großer Luxus!) befinden sich zwei Türen, die, wie mir bei meinem Einstand vor mehr als 12 Jahren mitgeteilt wurde, „aufs Flachdach“ führen. Oben war ich jedoch nie – die Türen sind eigentlich immer abgeschlossen, niemand in meiner Abteilung hat einen Schlüssel, und dann und wann kommt ein Handwerker vorbei, hat einen Schlüssel, geht aufs Dach und schließt nachher wieder brav ab. Im spätjugendlichen Leichtsinn geforderte Liegestühle für sonnige Mittagspausen auf der Dachterrasse wurden auch nie positiv beschieden. Vor diesen beiden Türen klapperte es auf jeden Fall besonders laut – also drückte ich eine der beiden Klinken herunter, und zu meiner Überraschung öffnete sich die Tür, und ich spürte einen Luftzug von oben, wo laut und deutlich eine weitere Tür vom starken Wind hin und her geschlagen wurde.

Skurrilerweise befand ich mich jedoch in einer Sackgasse – die von mir geöffnete Tür ließ mich zwar in einen Treppenaufgangsraum hinein, jedoch befand ich mich nicht vor, sondern neben einer Treppe, und zwar jenseits des Handlaufs, ohne Möglichkeit, auf die Treppe selbst zu gelangen. Wer diesen Raum nur geplant haben mochte? Voller Neugierde wollte ich schon über das Geländer klettern, um auf die Treppe und dann nach oben zu gelangen, da fiel mir ein, dass es vielleicht besser wäre. zunächst das Naheliegendste zu probieren: Zurück in die Teeküche zu gehen, und dann die andere Türklinke herunterzudrücken. Auch diese Tür war, anders als die letzten Jahre, nicht verschlossen, und so schlich ich mich vorsichtig nach oben. Am oberen Ende des Treppenschachtes befanden sich zwei weitere Türen, stabil, schwer, metallen – Außentüren halt. Und eine wurde vom starken Wind immer wieder aufgestoßen, klappte fast 180 Grad bis zum Anschlag an der äußeren Schachtmauer, und dann von irgendetwas zurückgezogen wieder zurück. Sofern einmal ein Schnapper vorhanden gewesen war, war er dies nun nicht mehr – die Tür konnte in kein Schloss fallen. Ich berührte die Klinke, steckte vorsichtig den Kopf hinaus, wurde von einer Windböe gefasst und spürte Regen im Gesicht. Kein guter Tag, mehr zu wagen. Wenn ich am Dienstag jedoch wieder einmal im echten Büro arbeiten darf, werde ich mich, wenn denn möglich, definitiv einmal hoch wagen.

Oder habe ich dies alles nur geträumt? Ich weiß, dass ich Anfang der 90er Jahre auf dem Schulweg morgens einmal sehr erstaunt war: Der schnellste Weg zu meiner Schule führte durch eine Edding-verschmierte, angesprühte Unterführung, die von beiden Seiten ausschließlich durch eine Treppe zu betreten waren. An einem Morgen befand sich dort kurz vor der ersten Stunde, es wird also so gegen zwanzig vor acht gewesen sein, eine in meiner Erinnerung grau-blaue Limousine in der Unterführung – so, als ob sie die Treppe herunter gefahren worden wäre, um dort unten geparkt zu werden. Keine Schrammen, keine Dellen, rein gar nicht ungewöhnliches. Was mich jedoch noch mehr erstaunte: Auf dem Rückweg nach Hause am selben Tag um kurz nach eins – war es wieder spurlos verschwunden. Hatten irgendwelche Obrigkeiten den dort abgestellten Wagen innerhalb der verstrichenen fünfeinhalb Stunden entdeckt, schweres Gerät zum Herausbugsieren aufgetrieben und das Auto wieder heraufgeschafft? Oder – hatte ich mir das ganze nur eingebildet? Ich studierte in den Folgetagen täglich die elterliche Zeitung, fand jedoch keinerlei Hinweis, dass sich diese Begebenheit wirklich ereignet hatte…. Ungefähr so werde ich grübeln, sollten beide Türen am Dienstag verschlossen sein.

Soviel zu erstaunlich offenen Türen auf der Arbeit am Donnerstag. Am Freitag ereilte mich eine erstaunliche offene Tür bei Home Office und Kinderhüten, mit der Konsequenz, dass ich eiligst meinen Impfausweis suchte und nun sehr, sehr glücklich bin. Kurz vor dem Feiertag zeichnete sich wohl ab, dass es an einer Impfstelle bereits aufgezogene Restmengen geben würde, und ein dort tätiger Nachbar erkundigte sich, damit diese nicht verfallen würden, nach Interessenten und landete zufällig bei uns. Und das, wo ich rein gar nichts aktiv dazu beigetragen habe und jeden Ansatz eines Gedankens, mal beim Hausarzt anzurufen und dort zu fragen, ob er mich auf eine Liste setzen könne, verdrängt hatte, wissend, dass ich nach der derzeitigen Liste noch warten müsste. Alles in allem war der gestrige Tag somit ähnlich surreal wie der davor.

Ansonsten habe ich heute festgestellt, dass ich Sozialkontakte nicht mehr gewöhnt bin. Eine der Mittwoch-telefonier-Reitfreundinnen hatte gefragt, ob ich nicht Lust auf einen Spaziergang hätte? Natürlich hatte ich! Und so stiefelten wir heute mit Rucksäcken mit Tee, einer Cider-Dose für jeden, Balistos für jeden und einer noch nicht wieder aufgetauchten Birne etwas mehr als 9 km durch den Wald. Nachher war ich kaputt – nicht wegen des Marsches, sondern weil ich es gar nicht mehr gewohnt bin, so viel am Stück zu reden. Sehr gut tat es aber trotzdem.